Zeitfenster: Unter 72 Stunden. Idealerweise unter 24. Jede Stunde zählt. Kosten: Minimal mit Mutuelle. Notfallversorgung wird unabhängig davon geleistet.

Für das vollständige klinische Bild – was PEP ist, wie es wirkt und für wen es geeignet ist – siehe zuerst PEP: Das Notfallprotokoll.

Wohin gehen

Gehen Sie zur Notaufnahme (Spoedgevallen auf Niederländisch / Urgences auf Französisch) eines Universitätskrankenhauses – idealerweise eines mit angeschlossenem HIV-Referenzzentrum, da diese die beste Expertise haben.

Brüssel: CHU Saint-Pierre, Rue Haute 322, 1000 Brüssel Die bevorzugte Anlaufstelle in Brüssel. Saint-Pierre ist das primäre HIV-Referenzzentrum für die Hauptstadt und verfügt über 24/7-Expertise in HIV-Notfällen. Gelegen nahe Porte de Hal / Hallepoort.

Alternativen in Brüssel: ULB Hôpital Erasme (Anderlecht) oder Cliniques Universitaires Saint-Luc (Woluwe-Saint-Lambert) – beide verfügen über HRCs.

Antwerpen: UZA — Universitair Ziekenhuis Antwerpen, Wilrijkstraat 10, 2650 Edegem Das Universitätskrankenhaus für Antwerpen, mit einem HRC. Das ITM Help Center ist kein Notfalldienst – nutzen Sie UZA für PEP außerhalb der Sprechzeiten.

Gent: UZ Gent, De Pintelaan 185, 9000 Gent

Löwen: UZ Leuven, Herestraat 49, 3000 Leuven

Lüttich: CHU de Liège, Domaine Universitaire du Sart-Tilman, 4000 Liège

Für die vollständige Liste der HRC-Krankenhäuser: aids.be

Was sagen

Niederländisch (Flandern): „Ich hatte vor [X] Stunden einen sexuellen Hochrisikokontakt mit HIV-Risiko. Ich benötige eine Postexpositionsprophylaxe.“ (Ich hatte vor [X] Stunden einen sexuellen Hochrisikokontakt mit HIV-Risiko. Ich benötige eine Postexpositionsprophylaxe.)

Französisch (Brüssel / Wallonien): „Ich hatte vor [X] Stunden einen sexuellen Hochrisikokontakt für HIV. Ich benötige eine Postexpositionsprophylaxe (PEP).“

Geben Sie den klinischen Kontext an: War Ihr Partner HIV-positiv oder der Status unbekannt? Welche Art der Exposition (rezeptiver Analsex ohne Kondom ist der Übertragungsweg mit dem höchsten Risiko)? Genaue Angaben beschleunigen die klinische Beurteilung.

Kosten

Mit Mutuelle: Notfallversorgung im Krankenhaus beinhaltet ein ticket modérateur (Zuzahlung) – typischerweise 10–30 € für den Notaufnahmebesuch, wobei die PEP-Medikation weitgehend abgedeckt ist. Halten Sie Ihren eID-Ausweis bereit.

EU-/EWR-Besucher mit EHIC: Notfallversorgung ist abgedeckt. Legen Sie Ihre EHIC-Karte im Krankenhaus vor.

Ohne Versicherungsschutz: Notfallversorgung wird geleistet. Eine Rechnung folgt. Kümmern Sie sich danach darum – gehen Sie sofort.

Der Ablauf

Startpaket: Die Notaufnahme des Krankenhauses stellt ein 5- bis 7-Tage-Startpaket mit PEP-Medikamenten zur Verfügung, um sofort zu beginnen.

Obligatorische Nachsorge: Innerhalb weniger Tage (bevor das Startpaket aufgebraucht ist) müssen Sie unbedingt eine HRC-Ambulanz aufsuchen, um den gesamten 28-tägigen Kurs fortzusetzen. Die Notaufnahme wird Sie überweisen – bestätigen Sie dies vor dem Verlassen und besorgen Sie sich die Kontaktdaten für Ihren Nachsorgetermin.

Testzeitplan: Nachfolgende HIV-Tests werden typischerweise 6 Wochen und 3 Monate nach Abschluss der PEP durchgeführt.

Nach PEP: PrEP in Betracht ziehen

Wenn Sie PEP mehr als einmal benötigt haben, oder Sie sich regelmäßig in Situationen mit HIV-Risiko befinden, ist PrEP das geeignete Präventionsmittel. Belgiens Konventionssystem macht es sehr erschwinglich. Siehe PrEP in Belgien: Die Konvention.

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