Texas ist in Bezug auf Drogen rechtlich restriktiver als die meisten anderen Bundesstaaten. Deshalb ist es wichtig zu wissen, wo du urteilsfreie Hilfe bekommst – und wie du dich schützt.
🏥 Hilfe & Unterstützung
LGBTQ+-Gesundheitsorganisationen leisten hier den Großteil der Unterstützung: Das Montrose Center in Houston, das Resource Center in Dallas und die Kind Clinic / Texas Health Action bieten landesweit urteilsfreie Beratung zu Substanzgebrauch und Chemsex für schwule und bisexuelle Jungs an. Ein wichtiger Hinweis: Texas genehmigt nicht flächendeckend Spritzen-Austauschprogramme, und der Besitz von Drogenutensilien ist eine Straftat. Der Zugang zu sauberem Material ist daher weitaus begrenzter als in Bundesstaaten wie Kalifornien oder Massachusetts. Naloxon (Narcan) ist jedoch legal und ohne Rezept in Apotheken aufgrund einer landesweiten Dauerverordnung erhältlich – besorg dir welches und hab es griffbereit.
🚨 Überdosis & das Gesetz
Wenn jemand nicht ansprechbar ist, nicht normal atmet, Krämpfe hat oder zusammengebrochen ist – ruf jetzt die 911 an. Bring die Person in die stabile Seitenlage, wenn sie atmet, sag der Person am Telefon, was genommen wurde, wenn du es weißt, und bleib bei ihr, bis Hilfe kommt. Ihr medizinische Hilfe zu holen ist die einzige Priorität.
Texas bietet keine volle Good Samaritan-Immunität. Stattdessen bietet der Jessica Sosa Act (HB 1694) eine „Verteidigung gegen Strafverfolgung“ bei geringfügigem Drogenbesitz. Um diese Verteidigung geltend zu machen, musst du die allererste Person sein, die die 911 anruft, vor Ort bleiben und mit den Einsatzkräften kooperieren. Diese Schutzmaßnahme gilt jedoch nicht für dich, wenn du frühere Drogenverurteilungen hast, die Verteidigung bereits zuvor genutzt hast oder in den letzten 18 Monaten die 911 wegen einer Überdosis angerufen hast. Du kannst trotzdem verhaftet werden, aber du hast eine Verteidigung, um die Anklage vor Gericht anzufechten.
Unabhängig von den lokalen Gesetzen zum Drogenbesitz sind die Notärzte und Rettungskräfte da, um die Person am Leben zu halten, nicht um dich zu verhaften. Lass dich niemals von der Angst, Ärger zu bekommen, davon abhalten, anzurufen – ein Leben geht vor.
Auch interessant: