Wenn du in Schweden ein positives STI-Ergebnis erhältst, ist der Prozess unkompliziert und gesetzlich geschützt.
Kostenlose Behandlung
Gemäß der Smittskyddslagen (Gesetz über Infektionskrankheiten) werden bestimmte Infektionen als Gefahr für die öffentliche Gesundheit eingestuft. Dazu gehören:
- Chlamydien
- Gonorrhö
- Syphilis
- HIV
- Hepatitis (A, B, C)
Wenn du positiv auf eine dieser Infektionen getestet wirst, sind alle Behandlungen und Nachsorgeuntersuchungen komplett kostenlos, unabhängig von deinem Aufenthaltsstatus oder ob du eine Personnummer hast.
Partnerbenachrichtigung (Smittspårning)
Wenn du positiv auf eine Infektion testest, die unter das Smittskyddslagen fällt, bist du gesetzlich verpflichtet, an der Kontaktverfolgung (smittspårning) teilzunehmen. Du sprichst mit einer spezialisierten Krankenschwester oder einem Arzt, die oder der dich nach deinen letzten Sexualpartnern fragen wird. Du bist gesetzlich verpflichtet, alle identifizierenden Informationen über deine Partner anzugeben, die du hast.
Schweden hat derzeit kein zentralisiertes, öffentliches anonymes Benachrichtigungsportal. Der effektivste Weg ist, die Klinik oder den Arzt, die/der dich diagnostiziert hat, um Hilfe zu bitten; viele lokale sexuelle Gesundheitszentren oder NGOs können die vertrauliche Partnerbenachrichtigung in deinem Namen erleichtern, ohne deine Identität preiszugeben. Das ist immer besser als Schweigen.
Wo du dich behandeln lassen kannst
Wenn du dich bei Venhälsan oder einer anderen spezialisierten Klinik für sexuelle Gesundheit testen lassen hast, werden sie deine Behandlung direkt übernehmen. Wenn du dich mit einem Heimtest oder bei einem Hausarzt testen lassen hast und spezialisierte Versorgung benötigst, werden sie dich an die entsprechende könsmottagning (STI-Klinik) oder infektionsmottagning überweisen.
Denk daran, auf Sex zu verzichten, bis du und deine Partner die Behandlung abgeschlossen haben und alle erforderlichen Nachuntersuchungen bestätigt haben, dass ihr wieder clean seid.