Ein positives Ergebnis zu bekommen kann stressig sein, aber Finnlands Gesundheitssystem macht die Behandlung unkompliziert. Wenn du positiv auf eine STI getestet wirst, ist die Behandlung in der Regel kostenlos über das öffentliche Gesundheitssystem (sukupuolitautien poliklinikka oder STI-Ambulanzen) oder zugänglich über Organisationen wie Hivpoint. Wenn du dich in einer Klinik testen lassen hast, werden sie dich normalerweise direkt per Telefon oder über nationale Online-Portale (wie Omakanta) kontaktieren, um deine Behandlung zu arrangieren.

Deine Behandlung bekommen

Wie du behandelt wirst, hängt von der Infektion ab:

  • Behandlung in der Klinik: Für Infektionen, die eine Injektion erfordern (wie Gonorrhö oder Syphilis), wird die öffentliche STI-Klinik die Spritze vor Ort verabreichen.
  • Apothekenrezepte: Für orale Antibiotika (wie Chlamydien-Behandlungen) kann der Arzt dir die Pillen direkt geben oder ein elektronisches Rezept ausstellen. Du kannst es in jeder lokalen Apotheke (apteekki) einlösen, indem du deinen Ausweis oder deine Kela-Karte vorzeigst.

Nach finnischem Gesetz sind Tests und Behandlungen für wichtige STIs (einschließlich Chlamydien, Gonorrhö, Syphilis und HIV) im öffentlichen Gesundheitssystem kostenlos. Dies ist im Infektionskrankheitengesetz festgelegt, daher ist die Behandlung dieser meldepflichtigen STIs für den Patienten kostenlos, unabhängig davon, ob du einen Wohnsitz (kotikunta) hast – es deckt auch Touristen und Menschen ohne Papiere ab. Nicht damit verbundene Behandlungen können dennoch kostenpflichtig sein.

Partnerbenachrichtigung

Finnland hat derzeit kein zentralisiertes, öffentliches anonymes Benachrichtigungsportal. Der effektivste Weg ist, die Klinik oder den Arzt, der dich diagnostiziert hat, um Unterstützung zu bitten; viele lokale Sexualgesundheitseinrichtungen oder NGOs können eine vertrauliche Partnerbenachrichtigung in deinem Namen ermöglichen, ohne deine Identität preiszugeben. Es ist immer besser als Schweigen. Du kannst auch internationale anonyme Tools nutzen, obwohl dein Arzt oder die Mitarbeiter von Hivpoint oft die besten lokalen Anlaufstellen sind, um dich dabei zu unterstützen.

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