PEP (Post-Expositions-Prophylaxe für HIV) ist in den Niederlanden über die GGD oder Notaufnahmen von Krankenhäusern erhältlich. Wohin Sie gehen, hängt vollständig von der Uhrzeit ab. Handeln Sie innerhalb von 72 Stunden – früher ist deutlich besser.

Während der GGD-Öffnungszeiten (Montag–Freitag, typischerweise 8–17 Uhr)

Rufen Sie sofort die GGD Ihrer Stadt an.

Die meisten GGDs verfügen über eine spezielle PEP-Hotline oder ein System für dringende Termine. Rufen Sie die GGD an, bevor Sie hingehen – sie beurteilen die Dringlichkeit und weisen Sie ein. GGD Amsterdam Soa Poli: 020 555 5822 (aktuelle Öffnungszeiten prüfen unter ggdamsterdam.nl).

Warum GGD während der Öffnungszeiten: Das Personal der GGD Soa Poli sind Spezialisten für sexuelle Gesundheit und HIV – sie sind besser in der Lage, den PEP-Bedarf zu beurteilen als eine allgemeine Notaufnahme-Triage-Schwester, und der Prozess ist bei eindeutigen Fällen schneller.

Kosten über GGD: Kostenlos.

Außerhalb der GGD-Öffnungszeiten (Abende, Nächte, Wochenenden, Feiertage)

Gehen Sie zur SEH (Spoedeisende Hulp) – der Notaufnahme eines größeren Krankenhauses.

Gehen Sie nicht zur Huisartsenpost (ärztlicher Bereitschaftsdienst) für PEP – diese können HIV-Medikamente aus ihrer begrenzten Apotheke nicht abgeben. Sie benötigen ein Krankenhaus mit einer ziekenhuisapotheek (Krankenhausapotheke).

Amsterdam:

  • OLVG West (Jan Tooropstraat 164) – sehr erfahren mit HIV-bezogenen Notfällen
  • Amsterdam UMC / AMC (Meibergdreef 9) – großes akademisches medizinisches Zentrum

Rotterdam:

  • Erasmus MC (Dr. Molewaterplein 40) – wichtigstes akademisches Krankenhaus, SEH erfahren

Den Haag:

  • HMC Westeinde (Lijnbaan 32) – große Krankenhaus-SEH

Andere Städte: Gehen Sie zur nächsten größeren ziekenhuis (Krankenhaus) SEH und sagen Sie: „Ik heb risico gelopen op HIV-besmetting en ik heb PEP nodig binnen 72 uur.“ (Ich hatte ein Risiko für eine HIV-Infektion und benötige PEP innerhalb von 72 Stunden.)

Die Risikobewertung

Ob bei der GGD oder im Krankenhaus, ein Arzt wird Ihre Exposition beurteilen:

  • Welche Art von Sex stattgefunden hat (rezeptiver Analverkehr ist das höchste Risiko)
  • Ob die Quelle als HIV-positiv bekannt oder der Status unbekannt ist
  • Ob die Quelle unter Behandlung und nicht nachweisbar ist (falls bekannt)

Wird die Exposition als mit einem signifikanten HIV-Risiko verbunden eingeschätzt, wird PEP eingeleitet. Bei rezeptivem, kondomlosem Analverkehr mit einem Partner unbekannten Status ist PEP typischerweise indiziert.

Kosten

Über GGD: Kostenlos. Über Krankenhaus-SEH: Von Ihrer basisverzekering (Grundversicherung) gedeckt, aber es wird von Ihrem Eigen Risico abgezogen. Die 28-tägige PEP-Behandlung kostet im Einzelhandel ungefähr 700–900 €, wird aber von der niederländischen Krankenversicherung übernommen (es zählt als Notfallversorgung). Sie zahlen Ihren Selbstbehalt.

Nach PEP

Schließen Sie den gesamten 28-tägigen Kurs ab. HIV-Test 6 Wochen und 3 Monate nach Exposition. Wenn PEP ein anhaltendes Risiko widerspiegelt, besprechen Sie PrEP – siehe PrEP-Zugang in den Niederlanden.

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