Chemsex gibt es in Finnlands Großstädten, insbesondere in Helsinki. Die Szene ist kleiner und weniger sichtbar als in Berlin oder Amsterdam, aber es kommen dieselben Drogen und dieselben Risiken zum Einsatz. Finnlands Safer-Use-Kultur ist im Allgemeinen praktisch und nicht-wertend.

Informationen zu Wirkmechanismen von Drogen, Überdosis-Protokollen und Safer-Use-Prinzipien finden Sie im Chemsex: The Clinical Guide.

Notfall

Rufen Sie die 112 an, wenn jemand nicht ansprechbar ist, einen Krampfanfall hat oder Sie eine GHB/GBL-Überdosis vermuten.

116 117 (medizinische Hotline) kann auch bei Drogennotfällen außerhalb unmittelbar lebensbedrohlicher Situationen beraten.

Lassen Sie niemanden bei einer GHB-Überdosis allein.

Unterstützungsdienste

Hivpoint — Chemsex-Navigation

hivpoint.fi

Die Mitarbeitenden von Hivpoint verfügen über spezifische Erfahrung mit Chemsex in der finnischen schwulen Gemeinschaft. Nicht-wertende Safer-Use-Beratung und Weiterleitung an entsprechende Dienste. Dies ist die beste erste Anlaufstelle, wenn Sie LGBTQ+-spezifisches Verständnis wünschen.

A-klinikka (A-Klinik-Stiftung)

a-klinikka.fi | Landesweit

Finnlands wichtigster Suchthilfedienst. Offene Sprechstunden und Terminvereinbarungen in den meisten finnischen Städten. Nicht-wertend, erfahren im Umgang mit Freizeitdrogenkonsum. Nicht spezifisch auf LGBTQ+ ausgerichtet, aber zuverlässig professionell. Helsinki hat mehrere Standorte – überprüfen Sie a-klinikka.fi für den nächsten.

EHYT ry (Finnische Vereinigung für Drogenprävention)

ehyt.fi

Präventions- und Unterstützungsinformationen, einschließlich Safer-Use-Ressourcen für verschiedene Substanzen. Kann Sie an lokale Unterstützungsdienste weiterleiten. Drogen-Testdienste sind in Finnland verfügbar – erkundigen Sie sich bei A-klinikka oder EHYT nach aktuellen Standorten.

Seta ry

seta.fi

Die LGBTQ+-Organisation kann Sie mit Peer-Support und Beratern verbinden, die Chemsex im Kontext der schwulen Gemeinschaft verstehen.

Der HIV-Kontext

Finnland hat eine gut kontrollierte HIV-Epidemie, aber Chemsex-Sitzungen schaffen ein konzentriertes Risiko. Wenn Sie HIV-negativ und in Chemsex-Kontexten sexuell aktiv sind, ist PrEP Ihr wichtigster Schutz. Wenn Sie eine mögliche HIV-Exposition hatten, ist PEP innerhalb von 72 Stunden bei Päivystys erhältlich.

Hilfe bei Drogenkonsum erhalten

  • A-klinikka — keine Überweisung erforderlich, offene Sprechstunden an vielen Standorten verfügbar
  • Kela-finanzierte Rehabilitation — bei anhaltenden Abhängigkeitsproblemen kann Kela die Behandlung auf ärztliche Überweisung hin finanzieren
  • Ihre terveysasema kann Sie ohne Wertung weiterleiten.

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