Psychische Gesundheit und sexuelle Gesundheit sind eng miteinander verbunden. Spanien hat ein öffentliches System für psychische Gesundheit, aber es ist notorisch unterfinanziert, mit langen Wartelisten und sehr wenig spezialisierter LGBTQ+-Kompetenz.

🚨 Soforthilfe bei Krisen

Wenn du in unmittelbarer physischer Gefahr bist, ruf 112 an.

Wenn du eine psychische Krise durchmachst, aber in Sicherheit bist:

DienstKontaktDetails
Teléfono de la Esperanza717 003 717Die wichtigste nationale Krisen-Hotline (spanischsprachig).
024024Die nationale Suizidpräventions-Hotline der Regierung.

🛋️ Therapie-Optionen

Der öffentliche Weg

Du kannst psychologische Unterstützung über deinen Hausarzt (médico de cabecera) anfragen, aber die Realität ist düster.

Wartelisten für öffentliche Psychologen in Spanien können sich auf 3 bis 6 Monate erstrecken. Wenn du einen Termin bekommst, liegen die Sitzungen oft 4 bis 6 Wochen auseinander, was bei akuten Problemen ineffektiv ist. Außerdem kannst du nicht garantieren, dass der Therapeut schwule männliche Sexualdynamiken oder Chemsex verstehen wird.

Der NGO-Weg

Weil das öffentliche System Mängel aufweist, springt der LGBTQ+-NGO-Sektor ein.

  • Apoyo Positivo (Madrid/Malaga): Bietet spezialisierte psychologische Beratung, insbesondere bei HIV-Diagnose, Angstzuständen im Zusammenhang mit sexueller Gesundheit und Chemsex-Genesung.
  • Stop Sida (Barcelona): Bietet ausgezeichnete Peer-Unterstützung und psychologische Dienste an.
  • COGAM (Madrid) & Casal Lambda (Barcelona): Bieten allgemeine LGBTQ+-Beratung und Selbsthilfegruppen an.

Private Therapie

Wenn du es dir leisten kannst (€50–€90 pro Sitzung), ist private Therapie sofort verfügbar. Spanien hat einen riesigen privaten Psychologie-Sektor. Viele Therapeuten sind auf LGBTQ+-Themen spezialisiert (psicología afirmativa LGTBIQ+) und bieten Online-Sitzungen sowohl auf Spanisch als auch auf Englisch an.

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