Die Chemsex-Support-Infrastruktur in Deutschland wurde über mehr als ein Jahrzehnt aufgebaut, angeführt von Organisationen, die sich seit den frühen 2010er Jahren mit diesem Thema beschäftigen. Berlin hat eine etablierte Szene. Hamburg, Köln und München haben ebenfalls aktive Szenen, die jedoch typischerweise weniger sichtbar sind.
Für Drogenmechanismen, Überdosierungsprotokolle und Prinzipien der Risikoreduzierung siehe Chemsex: Der Klinische Leitfaden.
Notfall
Rufen Sie 112 an. Deutschland hat einen De-facto-Samariter-Schutz – der Anruf von Rettungsdiensten bei einem drogenbedingten Notfall ist überwiegend die richtige Entscheidung und Anrufer werden in der Regel nicht strafrechtlich verfolgt. Lassen Sie niemanden allein.
Angebote
Schwulenberatung Berlin — KompetenzNetz ChemSex
schwulenberatungberlin.de | Niebuhrstraße 59–65, 10629 Berlin
Deutschlands umfassendster Chemsex-Beratungsdienst. Speziell für schwule und bisexuelle Männer konzipiert. Einzelberatung (persönlich und online), Gruppenunterstützung, Begleitung beim Entzug, Beratung zur Risikoreduzierung und Vermittlung zu medizinischem Entzug. Kein Druck aufzuhören – Risikoreduzierung zuerst.
Offene Sprechstunde möglich. Online-Termine für Personen außerhalb Berlins verfügbar.
Checkpoint BLN
checkpoint-bln.de | Kurfürstenstraße 130, 10785 Berlin
HIV- und IST-Tests zusammen mit Chemsex-Beratung und Verbindungen zu medizinischer und gemeinschaftlicher Unterstützung.
Aidshilfe — Chemsex-Beratung
Die meisten regionalen Aidshilfe-Einrichtungen bieten Chemsex-Beratung an oder können an Spezialisten verweisen. Ihr Risikoreduzierungsansatz bedeutet, dass Sie sich nicht dazu verpflichten müssen, aufzuhören, bevor Sie Hilfe in Anspruch nehmen können.
- Berlin Aidshilfe: Wilhelmstraße 138, 10963 Berlin
- Hamburg: Borgweg 8, 22303 Hamburg
- Köln: Beethovenstraße 1, 50674 Köln
- München: Lindwurmstraße 71, 80337 München
Sub München
sub-muenchen.de | Müllerstraße 14, 80469 München
Münchens Community-Zentrum – Beratung und Peer-Support, einschließlich Chemsex-Navigation.
Drug Checking
Deutschland bietet in einigen Städten Drug Checking-Dienste an. Erkundigen Sie sich bei Ihrer lokalen Aidshilfe nach der aktuellen Verfügbarkeit – zu wissen, was tatsächlich in Ihren Substanzen enthalten ist, ist eine wichtige Maßnahme zur Risikoreduzierung.
Medizinische Unterstützung erhalten
Wenn Ihr Drogenkonsum abhängig oder schädlich geworden ist, kann Ihnen das deutsche Gesundheitssystem helfen:
- Hausarzt: Kann Sie an eine Entzugsklinik oder eine Drogenberatung verweisen
- Schwerpunktarzt: Kann die Versorgung koordinieren, wenn der HIV-/STI-Status relevant ist
- Drogenberatung: Spezialisierte Drogenberatungsstellen gibt es in jeder deutschen Stadt, unabhängig von den oben genannten queerspezifischen Diensten.
Die GKV übernimmt Suchtbehandlungen einschließlich Entzug und stationärer Rehabilitation. Bitten Sie Ihren Hausarzt um eine Überweisung.
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