Wien verfügt über eine der aktiveren Chemsex-Szenen im deutschsprachigen Europa, neben Berlin und Zürich. Die Szene konzentriert sich auf die Bezirke 6, 7 und 8 in Wien sowie auf bestimmte Veranstaltungsorte und private Partys. App-gestützte Netzwerke (Grindr, BBRT, Romeo) sind die primäre Organisationsinfrastruktur.

Informationen zu Drogenmechanismen, Überdosierungsprotokollen und Prinzipien der Risikominimierung finden Sie unter Chemsex: Sicherheit & Unterstützung.

Notfall

Rufen Sie 144 (österreichischer Rettungsdienst) oder 112 an, wenn jemand nicht ansprechbar ist, langsam oder unregelmäßig atmet oder Herzprobleme hat. Österreichische Rettungsdienste konzentrieren sich auf die medizinische Situation – zögern Sie nicht anzurufen.

Dienste

Aids Hilfe Wien

Die primäre Anlaufstelle für Chemsex-Unterstützung in Österreich. Nicht-wertende Beratung rund um Drogenkonsum und sexuelle Gesundheit, spezifische Harm-Reduction-Informationen zu Chemsex-Drogen, Unterstützung bei der Navigation durch Suchtbehandlung und Vermittlung an Sozialarbeit.

Webseite: aids.at Adresse: Mariahilfer Gürtel 4, 1060 Wien

Drogenberatung Wien

Die städtischen Drogenberatungsstellen Wiens (sucht.wien.gv.at). Kostenlos, zugänglich, nicht-wertend. Selbstmeldung möglich. Ambulante Beratung und bei Bedarf Vermittlung an spezialisierte Behandlung.

Suchthilfe Wien

Die Dachorganisation für Suchthilfedienste in Wien (suchthilfe.at). Mehrere Beratungsstellen in der ganzen Stadt. Subventionierte Therapie und medizinische Suchtbehandlung verfügbar.

Grüner Kreis

Für stationäre oder betreute Suchtbehandlung — gruenerkreis.at. Allgemeine Suchthilfedienste, nicht speziell auf LGBTQ+-Personen ausgerichtet.

Drug Checking

Österreich verfügt über keinen etablierten landesweiten Drug-Checking-Dienst. Energy Control (Spanien, energycontrol.org) nimmt Postproben aus Österreich zur Analyse entgegen – besonders relevant für GHB/GBL, wo die Konzentration zwischen verschiedenen Quellen erheblich variiert.

Tests und PrEP

Regelmäßiger Chemsex erhöht das Risiko einer IST-Exposition erheblich. Vierteljährliche Tests sind das Minimum; viele Kliniker empfehlen für regelmäßige Chemsex-Teilnehmende Tests alle zwei Monate. PrEP ist in diesem Kontext das geeignete Instrument zur HIV-Prävention.

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